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UNSER VEREIN |
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Chronik
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Chronik des VfB Friedrichshofen Die Gründung Die Gründung des VfB Friedrichshofen fiel in eine Zeit, in der die Wirren der Nachkriegszeit zumeist überstanden waren und der Gedanke nach sinnvoller Freizeitgestaltung wieder wach wurde. Nicht dass es in Friedrichshofen damals kein Vereinsleben gegeben hätte, genannt sei nur der traditionsreiche Schützenverein Edelweiß, auch die sportbegeisterte Jugend engagierte sich, allerdings mangels eines örtlichen Sportvereins, in Vereinen der umliegenden Ortschaften wie Gerolfing und Gaimersheim. Gebolzt wurde aber auf der Wiese des Bauern Gutscher, was jedoch nicht immer und überall eitel Freude bereitete. So wurde der Wunsch laut einen Sportverein, natürlich mit einem eigenen Fußballplatz, zu gründen. Auf Anregung von Herrn Oberlehrer Arthur Steiner trafen sich Ende 1955 darauf hin die sportinteressierten Friedrichshofener Männer und Jugendlichen. Als bei dieser Zusammenkunft der damalige Bürgermeister Herr Andreas Reuthlinger ein Grundstück der Gemeinde für den Sportplatz in Aussicht stellte, wurde die Gründung des Sportvereins beschlossen.
In der Gründungsversammlung, im Dezember 1955, wurde Herrn Arthur Steiner zum Gründungsvorstand gewählt.
Als Gründungsjahr, wurde mit der Aufnahme des Sportbetriebes mit einer Seniorenfußball- mannschaft, 1956 festgeschrieben und als Vereinslokal das Gasthaus Knaupp bestimmt. Als Vereinsnamen wählte man „VfB - Verein für Bewegungsspiele - Friedrichshofen“. Hier spielte Heinrich Gruber, der damalige Gemeinderat und spätere Friedrichshofener Stadtrat, eine entscheidende Rolle. Als Funktionär der Fußballabteilung des VfB Ringsee, des heutigen ESV Ingolstadt, konnte er die Ringseer als Patenverein gewinnen. So hat man auch dessen damaligen Namen VfB und die Vereinsfarben „schwarz/weiß“ übernommen. Am 9.Jan.1960 einigte man sich auf das heute noch verwendete Vereinswappen.
Das erste Zuhause Nachdem das vorgesehene Grundstück, Ecke Friedrichshofener/Ochsenmühlstr. (Schramm/ Diez), jedoch vom Gemeinderat Friedrichshofen als Gewerbegebiet umfirmiert wurde, konnte Bürgermeister Reuthlinger über die Flurbereinigung den Acker, auf dem sich das heutige Fußballhauptspielfeld befindet, dem VfB Friedrichshofen für 99 Jahre in Erbbaurecht zur Verfügung stellen. In Eigenleistung erstellten die Mitglieder den ersten Friedrichshofener Fußballplatz. Da sich der Boden erst setzen und der Rasen anwachsen musste, wurden alle Heimspiele der Saison 56/57 auf den Plätzen der Gegner ausgetragen. Am Ende der ersten Saison gelang mit der Erreichung des 2. Tabellenplatzes in der C-Klasse gleich der Aufstieg in die B-Klasse. Bereits im Jahr 1957 fiel der Beschluss für die erste Baumaßnahme des VfB, einen Geräteschuppen. Als weitere Maßnahme wurden 1959 Scheinwerfer am Trainingsplatz auf der Moserwiese montiert. Die finanzielle Lage war in den Anfangsjahren durchaus positiv. Ein Protokoll aus dem Geschäftsjahr 1957 belegt einen Überschuss von 799,66 DM, bei Einnahmen von 2.348.- DM.
Turbulente Anfänge Turbulent verlief in den Anfangsjahren der Wechsel in der Vorstandschaft. Herr Hauptlehrer Steiner legte, nach der Wiederwahl im Febr. 1957, sechs Wochen später sein Amt nieder. Nach mehreren Wechseln des Vorsitzenden in kurzer Zeit mit Anton Kreitmeier, Fritz Rößler und Martin Albrecht, begann die Ära des Michael Bobinger. Er hatte bereits das Amt des stellv. Vorsitzenden 3 Jahre inne. Mit Michael Bobinger folgte ein Mann, der den Verein prägte und in die Vereinsgeschichte eingehen sollte.16 Jahre, bis 1979, stand er dem VfB Friedrichshofen in aufopfernder, vorbildlicher Weise vor.
Die Vereinslokale Ebenso turbulent wie in der Vorstandschaft, ging es auch mit den Vereinslokalen zu. Bereits im Jahr 1962 wurde der 10 Jahresvertrag vom Vereinsgastwirt Knaupp gekündigt. Das „Gasthaus zur Waldesruh“, besser bekannt unter dem Namen Auernhammer, wurde das neue Domizil. 1967 wurde das Gasthaus in eine Pension umgebaut und so musste der VfB sich wieder eine neue Heimat suchen. Das Cafe Schmid, die heutige Pizzeria Casale wurde 1968 neues Vereinslokal. Nach der Eingemeindung von Friedrichshofen 1969, bzw. nach dem Umzug der Friedrichshofener Schule in das neue Schulgebäude an der Werdenfelserstr., war zuletzt noch die „Alte Schule“ als Vereinslokal an der Reihe.
Beginn des Vereinslebens Gesellschaftlich war der VfB sehr rasch in Friedrichshofen integriert. Laut Protokoll wurde bereits Weihnachten 1959 ein Theaterstück unter der Leitung von Michael Bobinger vom VfB aufgeführt. Auch wurden Faschingsbälle und andere Veranstaltungen vom Verein im Saal des Gasthauses Lamm (Knaupp) abgehalten. Zur Tradition wurde auch der Vereins- ausflug an Pfingsten. Im Mai 1960 stellten der VfB, gemeinsam mit den Edelweißschützen, einen Maibaum, mit betonierten Sockel und Eisenhalterung, am Milchhäusl auf.Ende 1958 betrug der Mitgliederstand 98 Erwachsene und 15 Jugendliche. Nachdem sich bis dahin die Fußballer mit einem Waschbottich im Freien als Waschgelegenheit begnügten, wurde im Juni 1967 das Milchhäusl (heute Feuerwehrhaus) als Wasch- und Umkleideräume von der Gemeinde Friedrichshofen zur Verfügung gestellt.
Neue Pläne gemeinsam angepackt In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 4 Juni 1969 ging es für den Verein nur um ein Thema: „Der Bau eines Sportheimes“. Michael Bobinger teilte den anwesenden Mit- gliedern mit, dass die Gemeinde die finanzielle Angelegenheit zum großen Teil übernehme und der Verein für die praktische Erstellung zuständig sei. So kam man zu folgender Regelung: aktive Mitglieder haben 10 und passive 5 Arbeitsstunden zu leisten. Ab der 6. bzw. 11. Stunde wird eine Entschädigung von 3.- DM für jede Arbeitsstunde bezahlt. Bemerkenswert ist auch noch: die Gemeinde stellt 30.000.- DM zur Verfügung. Der Verein bekommt diesen Betrag jedoch nicht bar (man kann ja nie wissen, was „die“ mit dem Geld anfangen), sondern wird, aufgeteilt in Marschen zu 10.000.- DM, an ortsansässige Handwerker und Baustoffhändler übergeben. Ein handeln über Preise war damit nicht möglich! Sechs Monate später konnte Michael Bobinger in der Jahreshauptversammlung mit Freude über den Baufortschritt berichten, beklagte sich aber über die mangelnde Arbeitsbereitschaft der Mitglieder.
Neues Vereinsheim Im Mai 1971 taucht zum ersten Mal der Begriff Vorstandssitzung auf. Einziger Tages- ordnungspunkt: Der Bierliefervertrag für das neue Sportheim. Einen Monat später wurde der Vertrag mit der Brauerei Gutmann unterzeichnet; ein Glücksfall für den VfB und der Brauerei. Bis Heute besteht die, für den Verein vorteilhafte Zusammenarbeit und das gute Gutmann Weizen wurde so in der Region Ingolstadt bekannt. In der Ausschusssitzung im Sept. 71 wurden die -Wirtsleut- festgelegt. Der Verein beschloss, das Vereinsheim selbst zu bewirtschaften. 10 Ehepaare aus dem Verein erklärten sich bereit den Betrieb im wöch- entlichen Wechsel zu übernehmen. Zum Bier soll es auch ausgezeichnete Brotzeiten gegeben haben. „Ob da wohl immer die Sperrstunde eingehalten wurde“? Nach einjähriger Bauzeit wurde das Vereinsheim in Betrieb genommen. Der VfB hatte eine endgültige Bleibe gefunden. Am 6.Jan. 1972 fand die erste Jahreshauptversammlung im neuen Vereinsheim statt. Der Kassier Fritz Schneider konnte freudig berichten, dass der Verein trotz des Baues nicht in die roten Zahlen gekommen ist. Sicher ein Verdienst der Vorstandschaft und aller Mitglieder, aber auch ein Verdienst des damaligen Gemeinderates Friedrichshofen mit Bürgermeister Alwin Bauer an der Spitze. Die Einweihungsfeier des VfB Vereinsheimes fand mit einem Pokalturnier und einem Festzelt am 1. Juni bis 4 Juni 1972 statt. Der Verein gedeiht Gleichzeitig mit den baulichen Aktivitäten nahm auch die sportliche Entwicklung des VfB, für damalige Verhältnisse einen großen Aufschwung. Der Verein war ja bis dahin ein reiner Fußballverein. Erste Gespräche über weitere Sportarten wie Kegeln und Turnen fanden bereits 1970 statt. Nachdem die Kegler damals kein Interesse zeigten, wurde eine Damen- gymnastikgruppe gegründet. Die Frauen mussten einen nach Alter gestaffelten Beitrag entrichten, um dem Verein nicht zur Last zu fallen und die Übungsleiterin Frau Kriegisch, wurde bis auf Widerruf, vom Verein bezahlt (Zitat aus dem Protokoll). Eine Fußballjugend- mannschaft bestand bereits seit längerem und von Michael Bobinger wurde nun auch eine Schülermannschaft gegründet. 1972 wurde auch eine Jugendleitung, mit Johann Reuthlinger als ersten Jugendleiter gefunden und einstimmig gewählt.
Der VfB vergrößert sich In der Ausschusssitzung am 2.11.1972 fiel die wichtige Vorentscheidung einen „Antrag auf Sportplatzerweiterung“ an die Stadt Ingolstadt zu stellen. Dieser Antrag auf Erwerb des Grundstückes auf der Nordseite des VfB Geländes durch die Stadt und zur Verfügungstellung an den VfB Friedrichhofen wurde von den drei Friedrichshofener Stadträten Amann, Gruber und Rößler, mit dem Ziel eine zentrale Sportanlage zu errichten, einhellig unterstützt. Nachdem die Verhandlungen mit der Stadt liefen, setzte sich die Vorstandschaft in ihrer ersten Sitzung 1973 gleich ein großes Ziel: Der VfB soll der Verein im Stadtteil Friedrichshofen werden. Dies soll erreicht werden mit einem erweiterten Sport- und Veranstaltungsangebot in neuen Abteilungen. Die „Edelweißschützen“ vertreten durch Ernst Graw brachten die Sorgen ihres Vereins mit den unzureichenden Schießständen vor und bekundeten Interesse an einer Kooperation mit dem VfB. So wurden 1973 die Abteilungen Damengymnastik mit Mathilde Bauer und die Ski und Wandern mit Manfred Pfeifer an der Spitze gegründet. Parallel zu den Grundstücksverhandlungen legte der VfB der Stadt einen Plan über die geplanten und benötigten Bauvorhaben, Mehrzweckhalle mit Kegelbahnen, Schützenanlage, Umkleide- und Duschräumen, Rasenfußballplatz, Hartplatz und Tennisanlage vor. Als kommende Sparten wurden Kegeln, Schützen und Tennis gemeldet. Die Verhandlungen waren erfolgreich und so wurde ein neuer Erbbaupachtvertrag über 30 Jahre für das gesamte, nun erweiterte, Vereinsgelände mit der Stadt Ingolstadt abgeschlossen. Bedeutsam für den VfB war die außerordentliche Mitgliederversammlung am 28.9.74. Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und die Änderung und Neufassung der VfB-Vereinssatzung.
Die Vereinshütte Bereits 1975 mietete die Ski- und Wanderabteilung in Achberg - oberhalb von Ettenhausen - 3 Räume in einem Bauernhof. Diese „Vereinshütte wurde, wie später auch die Nachfolgerin in Schleching zu einem attraktiven Angebot, wo sich viele Mitglieder und Nichtmitglieder aufhielten, Urlaub machten und Spaß hatten.
Konsolidierung Nach einer Zeit der Konsolidierung kam 1975 wieder Bewegung in den Verein. Es traf ein Brief des TV 1861 bei der Vorstandschaft ein. Hierin wurde vom TV, mit Unterstützung einiger Stadträte, eine Fusion beider Vereine, mit einer für den VfB denkbar ungünstigen Konstellation vorgeschlagen. Diese Fusion nicht in Erwägung gezogen zu haben, scheint aus heutiger Sicht ein absolut richtiger Schritt gewesen zu sein. Die Festwoche im Juli 76, aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des VfB, litt leider unter dem bekannten „VfB-Wetter“. Trotzdem lobten die teilnehmenden Vereine die Veranstaltung. Besonders vom Jugend- und Schülerzeltlager waren alle begeistert. Im Vereinsjubiläum sah Herbert Kitzmann stellv. Vorsitzender, keinen Grund zum Ausruhen, sondern einen Ansporn für die Zukunft. Neue Ziele Das nächste Ziel der Vorstandschaft war die Anlegung eines zweiten Rasenfußballplatzes und die Erweiterung des Sportheimes; vor allem der Umkleide- und Duschräume. 2 Kegelbahnen und Tennisplätze wurden auch geplant. Auf Anregung und mit großem Engagement von Gustav Bernhard, wurde der Bau von 4 Tennisplätzen ins Auge gefasst. Der Anfang für Tennis im VfB war gemacht und am 1. Juli 76 wurde die Tennisabteilung mit Gustav Bernhardt an der Spitze gegründet. Die Finanzierung der Tennisplätze erfolgte durch einen Tennisaufnahmebeitrag von 250 DM und zusätzlichen 40 Arbeitsstunden (das waren noch Zeiten) pro Erwachsenen. 250 Mitglieder hatte der VfB vor Gründung der Tennisabteilung. Stolz konnte Vorsitzender Michael Bobinger in der Jahreshauptversammlung im Jan. 77 die Fertigstellung des 2. Rasenspielfeldes und der 4 Tennisplätze verkünden. Kassier Schneider zog eine positive Bilanz der Finanzen. Durch die guten Erfahrungen mit der Brauerei Gutmann Titting, wurde der Bierbezugsvertrag verlängert. Eine Halbe Bier schenkte der Wirt für 1,20 DM aus, mit Limo ließ sich der Durst noch für 1 DM löschen.
Vereinsheimbau und -umbau Obwohl die Verhandlungen mit dem Kegelclub Friedrichshofen über einen Zusammenschluss mit dem VfB und den Bau von 2 Kegelbahnen nicht erfolgreich waren, gingen die Planungen der Vereinsheimerweiterung und des Neubaus weiter. In einer Mitgliederversammlung am 21. Okt. 1977 wurde der Plan mit Dusch- und Umkleideräumen, Sanitäranlagen, Büro und Aufenthaltsräumen präsentiert und von den Mitgliedern gutgeheißen. Um das Vorhaben zu bewerkstelligen wurden Arbeitsstunden vereinbart: männl. Aktive 45, weibl. Aktive 10 und für passive Mitglieder auf freiwilliger Basis. Die noch notwendige 18.000 DM finanzielle Eigenleistung wurde durch eine einmalige Umlage des Jahresbeitrages geleistet. Man schätzte 125.000 DM Kosten; beim später wirklich ausgeführten Bau waren es 600.000 DM. 1979 entschloss man sich noch den Altbau zu erweitern um ausreichend Raum für Küche und Kühlräume zu haben und für zusätzlich eine Wirtswohnung über der Gastwirtschaft. Letztendlich wurde für die „Edelweißschützen Friedrichshofen“ noch eine Schießanlage im VfB Vereinsheim aufgenommen. Im Nov.1979 konnte der Neubau des Vereinsheimes und die neue Gastwirtschaft, mit einer Feier mit Tanz, in Betrieb genommen werden. Parkplätze und der Biergarten komplettierten das Vereinsgelände, wobei Anton Ries mit seinem Lader und Geräten den VfB tatkräftig unterstützte. So konnte, nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit, der Verein endlich im Juni 1980 die Einweihung seines, mit 12000 freiwilligen Arbeits- stunden (hierbei haben sich besonders ausgezeichnet Helmut Beck, Michael Bobinger und das Nichtvereinsmitglied der Polier Josef Kutschera) gebauten, Heimes feiern. Viel Prominenz mit Herrn Oberbürgermeister an der Spitze waren vertreten. Dieser weitere Meilenstein in der Geschichte des VfB wurde mit einem 3-tägigen, abwechslungsreichen Fest für Jung und Alt und allen Abteilungen gefeiert. Führungswechsel Mit dem Januar 1979 ging eine Ära in der Führung des VfB Friedrichshofen zu Ende. Michael Bobinger, der langjährige Vorsitzende (16 Jahre) kandidierte nicht mehr. Auf Vorschlag des neugewählten Vorsitzenden Herbert Kitzmann, ernannte die Jahreshaupt- versammlung Michael Bobinger, in Würdigung seiner großen Verdienste und seines beispielhaften Einsatzes für den Verein, zum Ehrenvorsitzenden des VfB.
Neue Sparten Am 26. April 1978 beschloss man, unter der Führung des Schützenmeisters Wolfgang Funk, den Schießsport als „Schützengruppe Edelweiß“ im VfB Friedrichshofen wieder aufzu- nehmen und die Errichtung einer Schießanlage im neuerbauten Vereinsheim des VfB. Nach beispielhaften Einsatz in vielen Arbeitsstunden, zeigte sich recht bald der Erfolg für die schnell auf 50 Mitglieder angewachsenen „Edelweißschützen“. Aus den Abteilungen Kinderturnen und Damengymnastik wurde im April 79 die Turnabteilung gegründet, mit Edeltraud Kitzmann als Abteilungsleiterin. Gesellschaftlich haben die neugegründeten Abteilungen zusammen mit der Ski- und Wanderabteilung den VfB sehr bereichert. Weihnachtsfeiern und Faschingsbälle, Bus- u. Skifahrten in eigener Regie, Wanderungen in der Region und im Gebirge und Freizeiten für Kinder in der Vereinshütte wurden organisiert.
Die erste Vereinszeitschrift In der Jahreshauptversammlung 1981 wünschte sich der Vorstand, zur besseren Aufgaben- verteilung, einen 2. Kassier und einen Pressewart in der Vorstandschaft. Pressewartin Hilde Haas und 2. Kassier Heinz Badenbach übernahmen diese Aufgaben. Herbert Kitzmann regte die Herausgabe einer Vereinszeitschrift, beginnend zur 25-Jahr Feier an. Hilde Haas übernahm die Redaktion des ¼ jährlich, noch Heute erscheinenden Heftes.
Schach Am 30. Jan. 1982 fand auf Vorschlag von Gustav Bernhardt die Gründungsversammlung der Schachabteilung statt; als Abteilungsleiter engagierte sich Theo Ritter außerordentlich. Die Schachabteilung erfreute sich regen Zulaufs. Zu den 13 Gründungsmitgliedern gesellten sich weitere 20 Schachinteressierte. Für diesen Aufschwung sorgten sicher das erstellte Großraum- schach im Freien, wie auch der neue große Schachraum. Souverän schafften die Schachler des VfB bereits im ersten Jahr den Aufstieg in die nächste Klasse. Im Jahr darauf richtete die Schachabteilung die Stadtmeisterschaft aus. Durch weitere, im Verlauf bis Heute durchge- führte oberbayerische und bayerische, auch internationale (4 Länder Damenturnier mit Tirol, Schweiz, Bayern und Württemberg) Aktivitäten sowie durch eigene gute Platzierungen der Senioren und Jugendlichen im Punktspielbetrieb und der ausgezeichneten Jugendarbeit (Teilnahme an obb. und bay. Meisterschaften), machte sich der VfB nicht nur in Schach- kreisen einen Namen. Besonderen Spaß machte, die von der Schachabteilung, unter Feder- führung von R. Unsöld, organisierte „VfB Gaudi – Rallye“. Alle VfB-Abteilungen waren mit großer Freude und Eifer dabei und lernten die weitere Umgebung von Ingolstadt kennen.
Nur kurz war das Gastspiel der Fußballer in der A-Klasse (heutige Kreisliga). Nachdem sie leider auch das Entscheidungsspiel gegen den zweiten der B-Klasse verloren hatten, spielten sie in der Saison 81/82 wieder eine Klasse tiefer. Besser machten es da die Schützen. Dank idealer Trainingsbedingungen in der modernen Schießanlage des VfB gelang ihnen schon im 2. Jahr der Aufstieg in die B-Klasse.
25 Jahre VfB Ein volles Programm bot der VfB seinen Mitgliedern und seinen Gästen anlässlich des Jubiläums zum 25-jährigen Bestehen vom 18. – 21.6.1981. Die Fußball- und Tennisplätze waren voll ausgelastet durch Pokalturniere der A- und C-Jugend sowie der Senioren und einem Schleiferlturnier, auch durch die Kinder und Jugendlichen der Turnabteilung, mit ihren Darbietungen und Spielen. Für die nun 650 Mitglieder des VfB gab es auch 1982 keinen Stillstand. Der Bau einer Wohnung für die Vereinswirtsleute über der Vereinsgaststätte wurde mit einer Umlage in Höhe des Jahresbeitrages für alle erwachsenen Mitglieder, mit 35.000.- DM erstellt. Eine weitere aussichtsreiche Zukunftsperspektive für den VfB eröffnete sich laut Vorstand Herbert Kitzmann durch den Grundstückstausch zwischen Herrn Johann Ettinger und der Stadt Ingolstadt. Das westlich dem Vereinsgelände gelegene Grundstück ermöglichte die Ausweitung der vorhandenen Sportanlagen um ein weiteres Fußballfeld und 3 Tennis- plätzen. Im Okt., 2 Wochen bevor die Wirtswohnung bezogen wurde, wurde durch einen Einbruch im Vereinsheim, ein Schaden von über 13.000.- DM verursacht.
Neue Sparten Mit Volleyball erhielt der Verein seine siebte Abteilung. Pavel Rajmis und Jochen Overkamp verhalfen ihr zu einem dynamischen Start. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Abteilung auf 45 Mitglieder und konnte bald mit der weibl. Jugend an Wettkämpfen erfolgreich teilnehmen. Mit dem damaligen Trendsport BMX Radfahren für Jugendliche wurde 1984 eine BMX- Abteilung im VfB gegründet. Gustav Bernhardt war wieder einmal der Initiator. Das Gelände im Zwischenwerk Gaimersheim wurde ausgekuckt und als geeignet befunden. In vielen Arbeitsstunden begeisterter VfB’ler und mit Hilfe von Anton Ries, der die gesprengten Unterstände mit seinem Lader zufüllte sowie erheblichen finanziellen Aufwand durch den VfB und die Stadt Ingolstadt wurde eine in der Region Ingolstadt einmalige BMX-Bahn geschaffen. 8 Jahre lang war die Bahn nicht nur ein Anziehungspunkt für die Region Ingolstadt, sondern auch für ganz Bayern. Begeisternde Wettkämpfe und Meisterschaften wurden auf der BMX-Buckelpiste ausgetragen. Leider wurde dieser BMX-Trend durch Mountainbike abgelöst und damit löste sich die Abteilung auf. Herr Thenelsen als Leiter und Richard Berhold als Radlspezialist haben sich hier hervorgetan.
100 Jahre Schützen 1985 war das Jahr der VfB Schützenabteilung. Vom 28. bis 30. Juni feierten die „Edelweißschützen Friedrichshofen“ ihr 100jähriges Bestehen. Viel Prominenz aus Politik, Sport und Kirche und vor allem die vielen Gastvereine und die Friedrichshofener Bevölkerung waren beeindruckt was die „Edelweißschützen“ und der VfB auf die Beine gestellt hatten. Den Höhepunkt bildete der Festumzug am Sonntagnachmittag durch Friedrichshofen. Ganz Friedrichshofen und Umgebung schien auf den Beinen zu sein, um der Reverenz der 65 Schützen- und Gastvereine aus Stadt und Land beizuwohnen.
30 Jahre VfB Aus Anlass des 30 jährigen Bestehens des VfB wurde 1986 eine Sportwoche mit einem Zeltlager der Fußballjugend abgehalten. Daraus entstand das Michael Bobinger Gedächtnis- Turnier der Fußballjugend, in Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden des VfB. Alle zwei Jahre wird dieses Turnier mit Zeltlager ausgerichtet. 49 Mannschaften aus ganz Bayern und sogar aus Sachsen haben 2004 am zum 10. Mal ausgetragenen Turnier, mit fast 400 Jugendlichen, teilgenommen. Eine großartige Leistung der Fußballabteilung, was viel Organisation und Arbeit erforderte. Bei den Gastvereinen findet dieses Turnier großen Anklang und Begeisterung. Ehrenabende Im Rahmen des VfB Ehrenabends, der seit 1983 alljährlich im Oktober mit Musik und Tanz veranstaltet wird, wurde Heiner Gruber in Würdigung seine Verdienste um den VfB und Wolfgang Funk in Würdigung seiner Verdienste um die „Edelweißschützen“ 1986 zu Ehrenmitgliedern des VfB ernannt.
Vereinsheimausbau Die „Edelweißschützen im VfB haben mit ihrem 100 Jahr Fest großen Zulauf und sportlichen Aufschwung erhalten. So wurde ihr Schützenstand zu eng und der Wunsch laut, besonders von Arthur Weber und Wolfgang Funk, das Vereinsheim umzubauen und zu erweitern. Der Kegelclub Friedrichshofen hatte sein Domizil bis 1990 in der „Alten Schule“ von Friedrichshofen. Die dortige Kegelbahn genügte nicht mehr den Ansprüchen eines sportlichen Kegelbetriebes. Nachdem die Vorstandschaft des VfB signalisierte, im Rahmen des geplanten Umbaus des Vereinsheimes, eine moderne Kegelbahn zu bauen, trat der Kegelclub mit seinen 66 Mitgliedern 1990 dem VfB bei. Auch die Tennisabteilung hatte regen Zulauf, sie war auf über 250 Mitglieder angewachsen. Der VfB wagte eine weitere große Kraftan- strengung. Die Kegelanlage mit 4 Bahnen, die Schießanlage mit 9 Schießständen und einem schönen Aufenthaltsraum, 3 weitere Tennisplätze, der Neubau des alten Fußballplatzes mit einem Gerätehaus und dank der Finanzierung durch die Stadt Ingolstadt noch der Fußball- bolzplatz, wurden mit viel Eigenleistung und Stolz vom VfB und seinem Mitgliedern errichtet. Eine moderne, allen Ansprüchen genügende Sportanlage.
Bittere Stunden Die Arbeiten gingen zügig voran, da geschah ein großes Unglück. Wolfgang Funk, der sich so sehr für den Schießsport eingesetzt und dieses Bauvorhaben so stark unterstützt hat, ereilte am 11. Mai 1990 das Schicksal. Von einer umfallenden Mauer tödlich getroffen verstarb er an der Baustelle des Schützenstandes. Noch Heute ist dieses Ereignis für den VfB unfassbar. Die Sportstätten wurden Zug um Zug erstellt und in Betrieb genommen und so konnte die Fertigstellung der Baumaßnahmen mit einer Sportwoche mit Festzeltbetrieb vom 27.6. – 5.7.1992 gefeiert werden. Erstmalig wurde dabei von der neugegründeten VfB Theatergruppe der Dreiakter „Der Lätschi und seine zwoa Spezi oder Die drei Dorfapostel“ mit großem Applaus aufgeführt. Ernst Graw für seine Verdienste um die Schützen und Joachim Ducke als engagierter Fußballtrainer und Fußballabteilungsleiter, wurden zu Ehrenmitgliedern des VfB ernannt.
Rücktritt Nach 14 Jahren als Vorsitzender des VfB trat Herbert Kitzmann von seinem Amt zurück. In seiner Amtszeit von 1979 bis 1993 hat der Verein einen großen Aufschwung genommen. Aus einem reinen Fußballverein ist ein moderner, aus 9 Abteilungen bestehender Verein, mit über 1000 Mitgliedern entstanden. Dies alles war nur möglich durch das große Engagement der Vorstandschaft, der enormen Eigenleistung und der finanziellen Opfer der Mitglieder sowie der großzügigen Unterstützung der Stadt Ingolstadt und dem Bay. Landessportverband. Circa 35.000 Arbeitsstunden wurden geleistet und 3,5 Mio DM mussten aufgebraucht werden. Alle Personen hier einzeln aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.
Ein neuer Erster Die Nachfolge als Vorsitzender trat Wilfried Franz an. Die große Aufgabe war nun den Verein zu konsolidieren und zu festigen; besonders der Schuldenabbau war angesagt. Eine schwierige Aufgabe in einer Zeit wo die Mittel des Staates und der Kommune nicht mehr so reichlich fließen. Trotz aller Geldknappheit konnte 1994 durch die Leistung der Fußballabteilung die Fertigstellung der Flutlichtanlage auf dem Trainingsplatz erfolgen. Im Rahmen eines Modellversuches hat die Stadt Ingolstadt 1996 noch den Bau eines Beachvolleyballfeldes finanziert. Besonders in den Sommermonaten ist hier reger Betrieb.
Vitales Vereinsgeschehen Der Sportbetrieb und das gesellschaftliche Leben haben großen Stellenwert im Verein. Jubiläen können mittlerweile von allen Abteilungen abgehalten werden. Musik und Tanz kommen dabei nicht zu kurz. Vom 5. – 9. Juni 1996 feierte der VfB sein 40 jährige Bestehen mit einem Festabend im Bierzelt, einem Fußballjugendturnier, der Beteiligung aller Sparten sowie dem VfB-Bauerntheater mit dem 3 Akter „Schuasterwastl“. Viel Prominenz war anwesend. Die Schirmherrschaft hatte Herr Oberbürgermeister Peter Schnell übernommen. Herbert Kitzmann wurde zum Ehrenvorsitzenden der VfB ernannt. Auch zum Ende der 90iger Jahre gab es sportliche Höhepunkte. Alexander Meier wurde im Schach erster „Fide-Meister (DWZ 2320)“ in der Vereinsgeschichte. Die D-Fußballjugend stieg in die Bezirksliga auf und eine F-Jugend konnte an der Obb. Fußballhallenmeisterschaft teilnehmen. Nachdem die 1. Schachjugend 2003 den Aufstieg in die Kreisliga schaffte, gelang ihr 2004 sogar der Sprung in die Bezirksliga Oberbayern. Der 3. Schachjugend gelang der Aufstieg die Kreisliga. Dies zeichnet eine gute Jugendarbeit aus.
Ein neuer Erster 2001 trat Wilfried Franz als Vorsitzender des VfB zurück, sein Nachfolger ist Alfred Hammerschmidt. Seine Aufgabe und die der Vorstandschaft war den Verein nicht nur zu erhalten, sondern auch seine Zukunft positiv zu gestalten. Im 2003 abgehaltenen Vereins- ehrenabend wurden Gustav Bernhardt, Manfred Pfeiffer und Anton Nerb, in Würdigung ihrer Verdienste um den VfB, zu Ehrenmitgliedern ernannt. Johann Reuthlinger wurde sogar noch eine größere Ehrung zu teil. In Anerkennung seiner Leistung, in über 40 Jahren für den VfB Friedrichshofen und den Fußball, wurde ihm vom Ministerpräsidenten Edmund Stoiber die „Bay. Verdienstmedaille im Ehrenamt“ verliehen. Oberbürgermeister Dr. Lehmann hielt die Laudatio und überreichte ihm diese hohe Auszeichnung.
Ein Alter Neuer Bei der Jahreshauptversammlung 2005 kandidierte Alfred Hammerschmidt nicht mehr als Vorsitzender. Herbert Kitzmann stellte sich wieder zur Verfügung. Die Aufgaben für den Verein und dem Vorstand sind nach wie vor ernorm. Ein Brunnen für die Entnahme von Grundwasser für die Beregnung der Spielfelder konnte dank der Unterstützung durch die Stadt Ingolstadt erstellt werden. Dadurch kann auf das teure, wertvolle Trinkwasser ver- zichtet werden. Auch das Rasenmäher, bisher vom Stadtgartenamt erfolgt, erledigt nun der Verein. Der VfB Friedrichshofen ist nicht nur der größte Verein, sondern auch fester Bestandteil von Friedrichshofen. Er hat einen guten Namen in der Region Ingolstadt und steht auf solidem Boden. 2003 wurde er sogar DFB-Förderstützpunkt für den Fußballjugendbereich. Die viele Arbeit, das große Engagement und das Ehrenamt vieler Mitglieder haben sich gelohnt.
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